19. März 2010

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Elektroautos: Ersetzen sie wirklich die Benzinfahrzeuge?

© Hartmut910 - pixelio.de

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Außerdem wollen wir herausfinden, ob Elektroautos wirklich Zukunft haben und wie teuer das Fahren mit dem Auto mithilfe von Strom sein wird.

Momentan findet man Elektroautos auf den Straßen eher selten. Nur wenige bemühen sich darum, zum aktiven Umweltschutz beizutragen und das eigene Auto auf Stromversorgung umbauen zu lassen. Auch die Politik hat momentan keine Zeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, da die Rettung der Banken und Unternehmen anscheinend wichtiger ist als die Sicherung unserer schönen Umwelt. Automobilkonzerne haben die Lücken in der Branche nun auch entdeckt und beginnen nach und nach mit der Entwicklung von innovativen Elektroautos. Nach etlichen Jahren der Ölvergeudung starten jetzt viele Autohersteller gleichzeitig, um möglichst das beste und energiesparendste Modell präsentieren zu können. Wie der Vorsteher von Europas größtem Automobilkonzern vor etwas längerer Zeit betonte, „gehört die Zukunft dem Elektroauto – mit Strom aus der Steckdose“.

Der Wandel ist unglaublich. Noch vor zwei Jahren glaubte keiner, dass man die Elektroautos reell weiterentwickeln kann bzw. dass sie es überhaupt einmal in den Straßenverkehr schaffen könnten. Einige Zeit später düsten bereits die ersten E-Autos auf den deutschen Straßen umher. Noch vor Kurzem waren Elektroautos ausnahmslos die Domäne von einigen hobbymäßigen Bastlern aus Kalifornien, heute beschäftigen sich Weltunternehmen mit der Entwicklung neuer Modelle. Viele Experten halten es für gar nicht so abwegig, dass es in nächster Zeit mehr und mehr Elektroautos auf den Straßen geben wird. Ob in den kommenden Jahrzehnten vielleicht sogar sämtliche Fahrzeuge mit Strom betrieben werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht gesagt werden.

In Anbetracht der fast stetig steigenden Ölpreise könnte das Autofahren mit Benzin aus Rohöl schon in den nächsten Jahren zum teuren Luxus werden, den sich viele nicht mehr leisten können. Da auch der Umbau zum Elektroauto einige Kosten mit sich bringt, ist es wahrscheinlich, dass große Autohersteller Elektroautos in den folgenden Jahren serienmäßig einführen werden, damit der Preis dementsprechend sinken kann. Der Entwicklungschef von General Motors – Bob Lutz – sah im Jahre 2007 in Elektroautos „gute Absatzchancen“. Mittlerweile muss Lutz von vielen Seiten Kritik einstecken. In Anbetracht der jetzigen Krise streichen viele Autounternehmen die Gelder, die ursprünglich für die Forschung an neuen Techniken vorgesehen waren, und nutzen sie größtenteils, um liquide zu bleiben. Trotz solcher Liquiditätsprobleme arbeitet GM immer noch an einem Auto, das schon im Jahr 2010 erscheinen soll. Rund 30.000 Dollar soll es kosten und getankt wird mit Strom aus der Steckdose.

Ob Elektroautos nun wirklich Zukunft haben, ist schwer zu sagen. Es gibt neben der Möglichkeit, die Fahrzeuge weiterhin mit Benzin fahren zu lassen, nicht viele weitere Alternativen. Deshalb halten es viele für wahrscheinlich, dass sich Elektrofahrzeuge auf dem internationalen Automarkt durchsetzen können und dass die Umweltsünder, die mit Benzin betrieben werden, größtenteils von der Straße verdrängt werden. Für die Umwelt wäre die Umstellung auf Strom generell eine große Entlastung, zumal die Ölreserven sowieso nicht mehr lange reichen werden.

Wie muss ein Elektroauto aufgebaut sein und wie teuer darf es sein, um für die Interessenten attraktiv zu sein? Natürlich gilt, dass ein Elektroauto vor allem bezahlbar sein muss, um die große Masse an Interessenten anziehen zu können. Es nützt dem Markt nichts, wenn plötzlich der Durchbruch geschafft werden könnte, der Preis für diese Autos aber unbezahlbar wäre. Entwickler müssen deshalb vordergründig darauf achten, möglichst günstige Modelle zu konstruieren. Andernfalls wären die Bemühungen umsonst und das Elektroauto könnte sich auf dem internationalen Automobilmarkt nicht durchsetzen.

Vielleicht wird es in der nächsten Generation noch andere Stoffe geben, mit denen man Fahrzeuge effektiv zum Fahren bringen kann. Die Entwicklungsfortschritte sind in diese Richtung – abgesehen vom Elektroauto – jedoch eher mäßig. Die beste Option wäre also, ein Elektroauto zu entwickeln, das in der Anschaffung nicht zu teuer ist, damit es bei den Kunden Anklang findet, und gleichzeitig revolutionär ist. Bis wir diese Idealvorstellung allerdings erreicht haben werden, kann es noch mehrere Jahrzehnte dauern. Ist das Ziel jedoch irgendwann greifbar, müssen wir uns so gut wie keine Sorgen mehr machen, wie wir unsere Fahrzeuge in ferner Zukunft antreiben können. Fest steht bisher nur, dass die Ölvorräte stark begrenzt sind und dass diese nur noch einige Jahrzehnte reichen werden.

Achtung: Lebensgefährliches Spielzeug!

Lebensgefährliches Spielzeug

Lebensgefährliches Spielzeug

Dabei sollten gerade die Dinge, die für Kinder konzipiert sind, doch eigentlich den strengsten Kontrollen unterliegen.
Der Spielzeughersteller Mattel startete eine Rückrufaktion für ein in China produziertes Spielzeugauto. Der Grund: Die Autoserie könnte mit Bleifarben behandelt worden sein. Auch Puppen mit zu hohem Bleigehalt wurden zurückgenommen. Ebenso war in „Winnie the Pooh“-Produkten des amerikanischen Spielzeugherstellers J. C. Penney bei Analysen Blei gefunden worden. Kunden wurden zur Rückgabe der Spielzeuge aufgerufen. Ähnliche Ergebnisse gab es beim Test von Kreativsets und Dekoschmuck desselben Herstellers. Insgesamt waren über 70.000 Produkte betroffen.

Gerade Kleinkinder stecken häufig alles in den Mund, sabbern und kauen darauf herum. Durch die Feuchtigkeit werden die bedenklichen Substanzen herausgelöst und vom Kind verschluckt. Durch ihr geringes Körpergewicht und ihren besonderen Stoffwechseln sind Babys und Kleinkinder die sensibelste Gruppe überhaupt, was Umweltgifte betrifft. Der Grad der Vergiftung wäre z.B. durch die fünf Mal dünnere Haut, die sehr schnell Chemikalien eindringen lässt, viel höher, als es bei Erwachsenen der Fall wäre.
Die Firma Mattel ließ außerdem Produkte von „Barbie“ und „Polly Pocket“ zurückrufen, da diese Magnete enthalten, die sich lösen und von kleinen Kindern verschluckt oder in Nasen und Ohren gesteckt werden können.
Eltern müssen nun nicht mehr nur darauf achten, dass keine verschluckbaren Kleinteile am neuen Spielgefährten angebracht sind, sondern sich auch toxischer Gefahren bewusst sein. Spielzeug, Handys, Turnschuhe, Kleidung, überall können die giftigen Stoffe stecken und sich auf vielfältige Weise auswirken. So können sie krebserregend, fortpflanzungs- und erbgutschädigend sein, sich auf das Hormonsystem auswirken, die Gehirnentwicklung beeinflussen oder Allergien hervorrufen. Neben Schwermetallen werden auch allergene Duftstoffe und giftige Chemikalien verwendet.
Das Risiko geht vor allem von Fabrikaten aus, die in China produziert werden. Das können sogar Produkte namhafter Hersteller sein, wie das Beispiel von Mattel zeigt. Toys’R’Us musste in China gefertigte Malkästen wegen zu hohen Bleigehaltes wieder zurückrufen lassen. Einheitliche Kontrollen gibt es nicht, obwohl fast 90 % des Spielzeugs importiert werden. Was mit den in Europa und den USA zurückgerufenen Produkten passiert, ist unklar. Möglicherweise landen sie auf dem osteuropäischen Markt und werden dort weiterverkauft. Die Richtlinien für Spielzeuge sind in den verschiedenen Ländern nicht einheitlich, so dass oft dasselbe Produkt mit verschiedenen Inhaltsstoffen je nach Gesetzeslage des jeweiligen Absatzlandes hergestellt wird.
In Australien und den USA erkrankten Kinder, die versehentlich Perlen eines Bastelsets verschluckt hatten. In diesen ist der Weichmacher Butandiol enthalten, welcher nach dem Verschlucken zu Benommenheit und Koma führen kann.
Weichmacher (Phtalate) dienen dazu, Materialien elastischer und flexibler zu gestalten. Ihre Verwendung in Spielzeugen ist eigentlich verboten, trotzdem wurden sie zum Beispiel in Knete, Buntstiften, aufblasbarem Spielzeug und Fingerfarben gefunden. Weichmacher sind chemisch nicht fest gebunden. Sie lösen sich durch Ausdünstung, Abwaschung oder Abrieb und werden durch die Luft oder die Nahrung aufgenommen. Sie sind im Blut nachzuweisen und im Hausstaub zu finden und wirken sich auf das Hormonsystem aus.

Wie andere synthetische Chemikalien auch reichern sich Weichmacher im Gewebe und im Blut an und können zu Langzeitschäden führen. Dabei gibt es relativ häufig eine Alternative zu Weichmachern.
Zur den gefährlichen Substanzen gehört auch Vinylchlorid. Es ist der Ausgangsstoff für die Herstellung von PVC. Es wirkt betäubend, augenreizend und krebserregend. Gelegentlich findet sich in Kinderspielzeug Nickel, der häufigste Auslöser von Kontaktallergien.

Im Leim von Holzspielzeug befindet sich oft Formaldehyd. Es verursacht Allergien sowie Reizungen von Augen, Haut und dem Atmungssystem. In Plüschprodukten enthaltene Flammschutzmittel wirken gesundheitsschädlich, Cadmium und Chromium sind krebserregend und giftig.
Eltern werden bei der Einkaufsentscheidung weitgehend allein gelassen. Es gibt kein verbindliches Gütesiegel für Qualitätsprodukte oder eine Liste der Inhaltsstoffe. Und Spielzeuge, die für den menschlichen Organismus gefährlich sind, sind es auch für die Umwelt. Häufig gibt es aber die Möglichkeit, dasselbe Produkt auch mit harmlosen Materialien anzufertigen. Die Umweltorganisation Greenpeace konnte bei Verhandlungen mit fünf namhaften Firmen bewirken, dass unter anderem Adidas und die Spielzeugfirma Chicco künftig auf belastete Stoffe verzichten.
Generell ist es sinnvoll, Spielzeug im Freien ausdünsten zu lassen und Plüschteddys vor der ersten Benutzung zu waschen.
Im Fall der kontaminierten Puppen von Mattel gab es in China personelle Konsequenzen in Form zahlreicher Entlassungen. Mattel beschuldigte zunächst die chinesischen Vorlieferanten – offenbar zu Unrecht, denn kurz darauf entschuldigte sich Mattel und übernahm stattdessen die volle Verantwortung für das lebensgefährliche Spielzeug.