19. März 2010

Archive for the ‘Natur’ Category

Bio-Ware: höherer Preis, mehr Qualität?

bioware

Bio-Ware teuer und gut?

Verbraucher sind immer mehr verunsichert, zu welcher Art von Lebensmitteln sie greifen sollen. Einige Institute und Organisationen behaupten, dass in der normalen Ware teilweise Schadstoffe enthalten sind, die den Menschen krank machen können. Und all das nur, damit das Produkt länger haltbar bleibt. Jeder Verbraucher sollte sich selbst fragen, ob er lieber Qualität bevorzugt, also Bio-Ware, oder doch lieber zum günstigen normalen Produkt greifen will. In der Regel ist schon das Aussehen der Produkte für den Kunden von enorm hoher Bedeutung. Hier hat die Bio-Ware das klare Nachsehen. Weil keine Schadstoffe enthalten sind, sehen die Produkte auch ökologisch aus, sie haben also zum Teil braune Flecken oder sonstige unschöne Merkmale, die aber im Gegensatz zu den Schadstoffen in keiner Hinsicht giftig und gesundheitsgefährdend sind. Leider ist der Verbraucher aber meist darauf fixiert, das Produkt zu kaufen, welches ihn auf den ersten Blick am meisten anspricht.

„Hinter der schönen Fassade verbirgt sich das hässliche Innere“

Verbraucher denken, was von Außen ansprechend aussieht, ist im Geschmack und in der Qualität auch gut. Doch leider ist dem oft nicht so. Hinter der eigentlich schönen Schale verbirgt sich die schlechte Qualität. Generell gilt: Desto perfekter das Produkt aussieht, desto ungesünder und qualitativ minderwertiger ist es. Viele Experten appellieren in dieser Hinsicht auch an die Verbraucher, indem sie vom Kauf gespritzter Waren abraten. Aber auch Bio-Produkte sind manchmal nicht so perfekt und gesund, wie sie dargestellt werden. Es kommt nämlich gar nicht so selten vor, dass normale Ware fälschlicherweise als Bio-Ware verkauft wird. Teilweise passiert es aus Versehen, aber manchmal ist es auch pure Absicht der Händler. Der Grund: Bio-Ware kann natürlich zu einem viel höheren Preis verkauft werden und sorgt somit auch für einen hohen Gewinn für den Händler. Der Leidtragende dabei ist wie immer der unschuldige Kunde. Derartige Zwischenfälle sind aber nicht die Regel und kommen nur verhältnismäßig selten vor.

Grundsätzlich kann man nämlich schon sagen, dass der Qualitätsstandard bei Bio-Waren wesentlich höher ist als bei üblicher „Supermarkt-Ware“. Man sollte sich keinesfalls von dem nicht ganz so ansprechenden äußeren Eindruck der Bio-Ware beeinträchtigen lassen und vielmehr auf die Qualität schauen. Um ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu führen, muss man selbstverständlich nicht täglich und ausschließlich solche Bio-Waren essen, sondern kann sich auf den gelegentlichen Verzehr der ökologischen Kost beschränken.

Die preislichen Unterschiede

Wenn man rein nach den preislichen Unterschieden geht, liegt das gewohnte Supermarkt-Produkt verständlicherweise vorne, da es mithilfe etlicher Schadstoffe sozusagen zum schnellen und vor allem günstigen Wachsen „gezwungen“ wurde. Die Landwirte, die Bio-Produkte vertreiben, achten in der Regel auf Qualität und darauf, dass das menschliche Eingreifen weitestgehend verhindert wird. Der Natur soll Freiraum gewährt werden. Derjenige, den jedoch finanzielle Probleme plagen, kann auf diesen „Luxus“ verzichten. Dass überhaupt etwas auf den Tisch kommt, ist schließlich immer noch wichtiger, als darauf zu achten, welches Produkt es nun wirklich ist.

Wenn man einmal in die Vergangenheit blickt, lässt sich feststellen, dass die Schadstoffe zum schnelleren und schöneren Wachsen erst seit einiger Zeit verwendet werden. Früher gab es die heute nicht mehr ganz so bekannten Wochenmärkte viel häufiger. Dort verkauften bzw. verkaufen Landwirte die Produkte, die auf dem eigenen Feld angebaut wurden. Folglich handelt es sich bei dem Obst und Gemüse, welches auf Wochenmärkten angeboten wird, vorrangig um Bio-Produkte. Wer es also frisch und regional mag, sollte statt der Discounterkette in Zukunft öfters mal wieder den traditionellen Wochenmarkt besuchen, sofern dieser nicht schon mangels Interesse aufgegeben wurde.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Anzahl der verwendeten Schadstoffe in Obst und Gemüse in den letzten Jahren vervielfacht hat. Immer mehr und immer gefährlichere Schadstoffe werden benutzt, um den Verbrauchern rundum perfekte Ware zu präsentieren, die jedoch unter Umständen gesundheitsschädlich sein kann. Wir als Verbraucher sollten wieder an unsere Gesundheit denken und das preisliche Denken eher außer Acht lassen. Wir sollten uns insgesamt mehr Bio-Produkte aus der Region gönnen und auch bereit sein, für Qualität etwas mehr auszugeben.

Holz – der Rohstoff der Zukunft?

Mit dem Beginn der Industrialisierung und der dadurch zunehmenden Verarbeitung von Eisen zu Stahl sowie dem späteren Einsetzen von Beton und anderen modernen Werkstoffen geriet das Holz als Rohstoff zunehmend in Vergessenheit. Doch durch aktuelle Probleme, wie zum Beispiel die kleiner werdenden Rohstoffvorkommen der endlichen Werkstoffe, wird Holz wieder interessanter.

Holz ist als ein vielseitiger und im Vergleich zu Stahl und Aluminium nachwachsender Rohstoff zu betrachten.
Die Fakten zur weltweiten Holznutzung belegen die große Beliebtheit dieses Rohstoffes. Die weltweite Gesamtmenge des zur Verfügung stehenden Holzes beläuft sich auf 422 Gigatonnen, wobei eine Gigatonne eine Milliarde Tonnen entspricht . Jährlich werden knapp 3,2 Milliarden m³ Rohholz geschlagen, davon knapp 50% in den Tropenländern rund um den Äquator. Rund 50% des globalen Holzaufkommens werden als Brennholz verwendet, das liegt vor allem daran, dass in den Tropenländern Alternativen nicht vorhanden sind; in Europa hingegen werden nur etwa 20% als Feuerholz verwendet.
Holz bietet eine Vielzahl an positiven Eigenschaften, die eine breite und vielfältige Nutzung ermöglichen. Unter anderem ist dieser natürliche Rohstoff in der Lage, seine Feuchtigkeit jederzeit an das Umgebungsklima anzupassen, das heíßt es entsteht ein gewisser Spielraum, in dem das Holz verwendet werden kann. Dadurch eignet es sich in fast allen Teilen der Erde als Baumaterial.
Des Weiteren besitzt der Rohstoff zahlreiche gute thermische Eigenschaften: Es eignet sich ideal zur Wärmedämmung von Gebäuden. Im Vergleich zu Eisen ist Holz in der Lage, vier Mal so viel Wärme zu speichern. Und auch die ästhetischen Faktoren, die das Holz als Baumaterial so beliebt machen, sollten nicht außer Acht gelassen werden. Durch die sinnlichen Farben und Strukturen entsteht nahezu automatisch eine gemütliche, einladende Atmosphäre. Die Ökobilanz, also das Verhältnis zwischen dem Energieaufwand bei der Herstellung und Verarbeitung ist bei Holz im Vergleich zu den anderen bekannten Rohstoffen sehr gering.

Anders als Eisen und Beton ist Holz biologisch abbaubar, das heißt, dass es durch verschiedene im Boden enthaltene Organismen zersetzt werden kann. Dadurch entsteht keine Verunreinigung von Grundwasser oder Bodenflächen. Dieser Aspekt hat allerdings auch einen Nachteil der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Beschäftigt man sich nicht lange genug mit der Pflege, können in manchen Fällen unerwünschte Schimmelpilze ihr Unwesen treiben. Außerdem besteht die Gefahr, dass Insekten, beispielsweise die Larven der Nagekäfer, das Holz als Schlüpfort wählen und dabei die Strukturen zerstören.
Ein weiterer Nachteil, der sich besonders auf den Sicherheitsaspekt beruft, ist die schnelle Entflammbarkeit dieses Materials. Schon ein brennendes Stück Papier kann ausreichen, ganze Gebäude zu zerstören. Natürlich hängt dies von der verwendeten Holzsorte und seiner Bearbeitung mit zum Beispiel chemischen Imprägnierstoffen ab.
Dieses für die Menschen überaus nützliche Pflanzenprodukt lässt sich in den verschiedensten Bereichen verwenden. Es eignet sich ideal als Bauholz, also entweder Vollholz, Brettschichtholz oder als Holzwerkstoff. In den 30er Jahren zum Beispiel wurden Funktürme von Radiosendern komplett aus Holz errichtet, da Holz die Eigenschaft besitzt, den elektrischen Strom nicht zu leiten. Auch heute besitzt die Deutsche Telekom noch zwei 54 m hohe Funktürme. Auch viele Möbel sowie Bodenbeläge bestehen aus Holz.
Besonders Speditionen setzen auf den Werkstoff Holz. Dabei werden Güter auf Holzpaletten geladen oder in Holz- oder Pappkisten gelagert.

Auch bestehen viele Sportgeräte, wie zum Beispiel die Stange des Recks, wegen der elastischen Eigenschaften des Holzes aus diesem Werkstoff.
Neben der Verwendung als Baumaterial eignet sich Holz auch für andere Produkte. Darunter sind unter anderem die Alltagsprodukte Papier, Pappe, aber auch Zelluloseprodukte wie Zelluloid und Viskosefasern.
Außerdem besitzt Holz auch eine große gespeicherte Energie. Diese kann in Biomassekraftwerken durch chemische Prozesse freigesetzt werden. Das entstandene Gas kann später für den Antrieb von Turbinen benutzt werden. Das komplette Verfahren ist dabei CO2-neutral, außerdem ist durch Nachhaltigkeit gerodetes Holz regenerativ.
Durch Umweltmaßnahmen wird versucht, auch für folgende Generationen den Rohstoff Holz zur Verfügung stellen zu können. Durch die starke Abholzung weltweit, aber auch in Europa, ist dies dringend notwendig. Im Jahr 2007 wurden 76,7 Festmeter Rohholz in Deutschland geschlagen, insgesamt verfügt es über ca. 3,4 Milliarden Vorratsfestmeter. Damit hat es den absolut höchsten Holzvorrat Europas. Prozentual gesehen haben Finnland, Schweden und Slowenien die größten Holzvorräte zu verzeichnen. Weltweit werden nur ca. 2% der national eingeschlagenen Holzmenge in andere Länder exportiert. Die Hauptverarbeitung zu Produkten wie Bauholz oder Papier erfolgt aus logistischen Gründen in den jeweiligen Ländern. Die wichtigsten Holzsorten in Europa sind die Fichte, die Kiefer, die Buche sowie die Eiche.

Ein Regenwald ohne Zukunft?

Es scheint, als würde der Regenwald schrumpfen und schrumpfen und wir könnten nichts dagegen tun. Doch dem ist nicht so. Jeder kann zum Schutz des Regenwaldes beitragen und das nicht nur indem er viel Bier von einer bestimmten Marke trinkt.

Betrachtet man die Weiten des Regenwaldes und die Artenvielfalt, die an diesen Orten Zuhause sind, würde man vielleicht mehr über den Schutz des Regenwaldes nachdenken. Nur wir Menschen sind nämlich Schuld, dass den wunderschönen Tieren ihr Lebensraum weggenommen wird und das der Regenwald aus reiner Geldgier abgeholzt wird. Umweltorganisationen beobachten die Problematik schon lange und versuchen mit verschiedenen Aktionen zu helfen, doch leider erreichen die Umweltschützer meist nur mäßigen Erfolg. Der Grund liegt hauptsächlich daran, dass nicht alle an einem Strang ziehen. Der WWF ist eine der Organisationen, die den Tieren helfen möchten und den beeindruckenden Regenwald nicht zerstören lassen wollen. Sie setzen sich aktiv für den Schutz des Regenwaldes ein und nennen mehrere Gründe, wieso der Regenwald von benötigt wird.

Ein Grund dafür, dass wir den Regenwald brauchen ist zum Beispiel die hohe Anzahl an Nutzpflanzen mit tropischem Ursprung. Auch wenn man es nicht gleich glauben mag, stammen nicht nur Bananen, sondern auch Tomaten, Kakao und Kartoffeln ursprünglich aus dem Regenwald. Insgesamt liegt die Anzahl der Nutzpflanzen, die tropischen Ursprungs sind, bei etwa 80%. Auch verschiedene Getreidearten wie beispielsweise Reis, Mais und Weizen haben ihren Ursprung in tropischen Regenwäldern. Zudem brauchen wir den Regenwald, weil mehr als 2.000 verschiedene Pflanzenarten schädlingskontrollierende Eigenschaften. Dank diesen Eigenschaften können diese Pflanzen als Pestizide eingesetzt werden. Noch ein weiterer Grund ist, dass wir den Regenwald aufgrund der Fähigkeit Wasser zu speichern, brauchen. Man kann sich den Regenwald nämlich als überdimensionalen Schwamm vorstellen. Der Regenwand fängt nämlich täglich riesige Wassermengen auf, die die unzähligen Pflanzen und Bäume dann „verschwitzen“. Der Regenwald rettet uns also auch indirekt vor Überschwemmungen. Zusätzlich werden durch dieses Verschwitzen eigene „Regelwaldwolken“ gebildet, die das enthaltene Wasser in viele trockene Gebiete bringen und die Menschen da zum Beispiel vor Überschwemmungen schützen. Diese Entwicklung kann man vor allem in Afrika beobachten, wo die Bevölkerung seit der Abholzung des Regenwaldes mit schweren Dürrewellen zu kämpfen hat. Doch das waren immer noch nicht alle Gründe, weshalb der Regenwald nicht aussterben darf. Wir brauchen den Regenwald obendrein als Klimaregulator. Der letzte und wohl wichtigste Aspekt, warum eine Welt ohne Regenwald für uns nicht vorstellbar ist, ist die Apotheke Regenwald. Der Regenwald bietet uns eine Auswahl an unzähligen Pflanzen, die bisher kaum auf eine eventuell heilende Wirkung untersucht wurden. Bislang haben es die Forscher lediglich geschafft, rund 1% der Pflanzen aus dem Regenwald auf heilende Wirkungen zu überprüfen. Wenn der Regenwald weiterhin in dieser Geschwindigkeit zerstört wird, ist den Forschern die Möglichkeit verwehrt, sämtliche Pflanzen intensiv auf ihre Wirkung zu untersuchen. Der Menschheit würden somit eventuelle medizinische Revolutionen garantiert entgehen. Viele Stoffe aus Antibiotika stammen übrigens aus dem Regenwald.

Der Mensch kann nur zerstören. Das behaupten zumindest viele Umweltaktivisten, die sich für die Erhaltung des Regenwaldes einsetzen. Ganz so unrecht haben sie garantiert nicht. Der Mensch ist ein gieriges Wesen, das sich nimmt, was er in die Finger bekommt. Auch wenn der Großteil der Menschheit zumindest ein wenig umweltbewusst ist und an das Wohl des Regenwaldes denkt, gibt es trotzdem einige Menschen, die es nur auf Profit abgesehen haben. Dabei handelt es sich nicht selten um korrupte Politiker oder geldgierige Manager. Sie wollen sich nur selber die Taschen vollstopfen und dann für nichts verantwortlich sein. Auch der vermeintliche König der Tiere, der Löwe, kann in dieser Hinsicht nichts machen und muss das Leid über sich ergehen lassen. Es sind nicht nur die Löwen und Tiger, sondern unzählige andere wunderschöne Tierarten, denen die Menschen den Lebensraum wegnehmen.

Spätestens jetzt müssen wir reagieren und uns für die exotischen Tiere einsetzen, die durch uns Menschen ihren Lebensraum verlieren. Wenn wir nicht schnell mit der gezielten Rettung beginnen, schrumpft die Fläche des Regenwaldes weiter und weiter, bis er in einigen Jahrzehnten gar nicht mehr existiert. In Anbetracht der oben genannten Gründe, warum wir den Regenwald brauchen, sollten wir uns intensivere Gedanken um die Rettung machen.

Unsere Erde und ihre Probleme: Kann sie der Menschheit standhalten?

Wie lange wird sie das noch über sich ergehen lassen?

In einer Welt ohne uns Menschen würde sich unser Planet Erde rasch das zurückholen, was wir ihm über Jahrtausende genommen haben. Grünflächen würden wieder neu entstehen und Tunnel würden irgendwann vollständig verschwunden sein, sodass der Berg wieder zu einem richtigen Gebirge wachsen könnte. Die Natur wäre durchaus in der Lage, sich von den Strapazen, verursacht durch den Homo sapiens, zu erholen.
Binnen zwei Tagen wären zum Beispiel die New Yorker U-Bahn Tunnel überflutet, die Pumpen könnten die gewaltigen Mengen an Grundwasser ohne Hilfe des Menschen und des elektrischen Stroms nicht mehr zurückhalten. Die Stadt an der Westküste der USA würde im Durchschnitt alle drei bis vier Jahre überflutet sein. Heute ist diese Wahrscheinlichkeit nur einmal pro Jahrhundert gegeben.

Und auch die Tierwelt würde sich wieder erholen. Die Anzahl der überlebenden Vögel würde pro Jahr um über eine Milliarde steigen, denn es würden keine Irritationen mehr durch Lichter, durch Flugzeuge oder Windkraftanlagen entstehen. Auch gäbe es keine Jäger mehr, die mit ihren Schrotflinten die Vögel erlegen. Die Meeresbewohner würden nicht an alten Konservendosen auf dem Meeresgrund zu Grunde gehen, und auch die Giftstoffe aus dem Wasser würden sich über die Jahrzehnte langsam abbauen.

Doch gibt es auch Hinterlassenschaften des Menschen, die nicht so einfach von der Natur rückgängig gemacht werden könnten. Das in der Industrialisierung verwendete Blei zum Beispiel würde noch in über 35.000 Jahren im Boden nachweisbar sein. Einige Gifte, besonders radioaktive Elemente, zählen zu den schwer abbaubaren Materialen.

Ob der Mensch wirklich an der aktuellen Klimaproblematik Schuld hat, ist immer noch umstritten. Es steht außer Frage, dass es seit Bestehen der Erde immer wieder Klimaveränderungen gegeben hat, ein gutes Beispiel dafür ist die letzte Eiszeit. Doch man muss sagen, dass die Menschen wohl zu einer möglichen Katastrophe beitragen. Der weltweite CO2 -Ausstoß lag im Jahre 2007 bei über 30 Milliarden Tonnen. Das sind 8 Milliarden Tonnen mehr als noch 1991. Trotzdem wird immer weiter Kohlenstoffdioxid in die Luft geblasen. Nur langsam lässt sich die Menschheit dazu motivieren, endlich etwas gegen diese enorme Umweltverschmutzung zu tun, um Schlimmeres für zukünftige Generationen zu verhindern.

Doch ob alles nicht schon viel zu spät ist? Der Kohlenstoffdioxid- Anteil in der Luft wäre erst in ungefähr 100.000 Jahren wieder auf dem Stand, wie er zur Zeit der Neandertaler war. Damit haben wir Menschen unseren Planeten in einem Zeitraum von nicht einmal 150 Jahren mit so viel Dreck belastet, dass es beinahe unmöglich ist, dies wieder gut zu machen.

In der Gesellschaft wird leider deutlich, dass sich viele nicht für den Umweltschutz interessieren, da sie denken, ihre Generation habe sowieso noch keine Nachteile.
Doch der IPCC, der Intergovernmental Panel on Climate Change (= Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen), geht von einer Meeresspiegelsteigung von circa 58 cm bis zum Ende des Jahres aus. Damit wären bis zu 100 Millionen Menschen in Asien von akutem Hochwasser bedroht. Dabei kommt ein weiteres Problem ans Licht: In vielen asiatischen Ländern, aber auch zum Beispiel in den USA, befindet sich ein Großteil der Infrastruktur und der Hauptwirtschaftsträger in den Küstengebieten. Bei anhaltendem Hochwasser in diesen Bereichen drohen katastrophale wirtschaftliche Schäden. Und auch in Europa könnte es zu Problemen mit den Wassermassen kommen: Die Niederlande zum Beispiel wären von starken Überflutungen betroffen.

Die Natur ist also nicht bereit, weiter so seelenruhig ihre eigene Zerstörung mitzuerleben. Sie beginnt damit, sich für die hohen Verluste der letzten Jahrzehnte zu rächen, und ihre Maßnahmen werden immer verhängnisvoller. Ein Beispiel für die ungeheure Kraft unseres Planeten war die Flutkatastrophe 2004 in Südostasien. Ein gigantischer Tsunami hat die Küstengebiete mehrere Wochen lang überflutet und dabei alles zerstört, was mühsam von den Einheimischen erarbeitet worden war.

Die Erde, unsere Erde, die wir eigentlich zu lieben und schätzen wissen sollten, wird weiter mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den fortlaufenden Wahnsinn ankämpfen, den wir Menschen anrichten. Dabei wird sie sicherlich keinen Halt machen und ein Pardon ist nicht zu erwarten. Wir hatten Chancen, genutzt wurden sie aber nicht.