
Bio-Ware teuer und gut?
Verbraucher sind immer mehr verunsichert, zu welcher Art von Lebensmitteln sie greifen sollen. Einige Institute und Organisationen behaupten, dass in der normalen Ware teilweise Schadstoffe enthalten sind, die den Menschen krank machen können. Und all das nur, damit das Produkt länger haltbar bleibt. Jeder Verbraucher sollte sich selbst fragen, ob er lieber Qualität bevorzugt, also Bio-Ware, oder doch lieber zum günstigen normalen Produkt greifen will. In der Regel ist schon das Aussehen der Produkte für den Kunden von enorm hoher Bedeutung. Hier hat die Bio-Ware das klare Nachsehen. Weil keine Schadstoffe enthalten sind, sehen die Produkte auch ökologisch aus, sie haben also zum Teil braune Flecken oder sonstige unschöne Merkmale, die aber im Gegensatz zu den Schadstoffen in keiner Hinsicht giftig und gesundheitsgefährdend sind. Leider ist der Verbraucher aber meist darauf fixiert, das Produkt zu kaufen, welches ihn auf den ersten Blick am meisten anspricht.
„Hinter der schönen Fassade verbirgt sich das hässliche Innere“
Verbraucher denken, was von Außen ansprechend aussieht, ist im Geschmack und in der Qualität auch gut. Doch leider ist dem oft nicht so. Hinter der eigentlich schönen Schale verbirgt sich die schlechte Qualität. Generell gilt: Desto perfekter das Produkt aussieht, desto ungesünder und qualitativ minderwertiger ist es. Viele Experten appellieren in dieser Hinsicht auch an die Verbraucher, indem sie vom Kauf gespritzter Waren abraten. Aber auch Bio-Produkte sind manchmal nicht so perfekt und gesund, wie sie dargestellt werden. Es kommt nämlich gar nicht so selten vor, dass normale Ware fälschlicherweise als Bio-Ware verkauft wird. Teilweise passiert es aus Versehen, aber manchmal ist es auch pure Absicht der Händler. Der Grund: Bio-Ware kann natürlich zu einem viel höheren Preis verkauft werden und sorgt somit auch für einen hohen Gewinn für den Händler. Der Leidtragende dabei ist wie immer der unschuldige Kunde. Derartige Zwischenfälle sind aber nicht die Regel und kommen nur verhältnismäßig selten vor.
Grundsätzlich kann man nämlich schon sagen, dass der Qualitätsstandard bei Bio-Waren wesentlich höher ist als bei üblicher „Supermarkt-Ware“. Man sollte sich keinesfalls von dem nicht ganz so ansprechenden äußeren Eindruck der Bio-Ware beeinträchtigen lassen und vielmehr auf die Qualität schauen. Um ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu führen, muss man selbstverständlich nicht täglich und ausschließlich solche Bio-Waren essen, sondern kann sich auf den gelegentlichen Verzehr der ökologischen Kost beschränken.
Die preislichen Unterschiede
Wenn man rein nach den preislichen Unterschieden geht, liegt das gewohnte Supermarkt-Produkt verständlicherweise vorne, da es mithilfe etlicher Schadstoffe sozusagen zum schnellen und vor allem günstigen Wachsen „gezwungen“ wurde. Die Landwirte, die Bio-Produkte vertreiben, achten in der Regel auf Qualität und darauf, dass das menschliche Eingreifen weitestgehend verhindert wird. Der Natur soll Freiraum gewährt werden. Derjenige, den jedoch finanzielle Probleme plagen, kann auf diesen „Luxus“ verzichten. Dass überhaupt etwas auf den Tisch kommt, ist schließlich immer noch wichtiger, als darauf zu achten, welches Produkt es nun wirklich ist.
Wenn man einmal in die Vergangenheit blickt, lässt sich feststellen, dass die Schadstoffe zum schnelleren und schöneren Wachsen erst seit einiger Zeit verwendet werden. Früher gab es die heute nicht mehr ganz so bekannten Wochenmärkte viel häufiger. Dort verkauften bzw. verkaufen Landwirte die Produkte, die auf dem eigenen Feld angebaut wurden. Folglich handelt es sich bei dem Obst und Gemüse, welches auf Wochenmärkten angeboten wird, vorrangig um Bio-Produkte. Wer es also frisch und regional mag, sollte statt der Discounterkette in Zukunft öfters mal wieder den traditionellen Wochenmarkt besuchen, sofern dieser nicht schon mangels Interesse aufgegeben wurde.
Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Anzahl der verwendeten Schadstoffe in Obst und Gemüse in den letzten Jahren vervielfacht hat. Immer mehr und immer gefährlichere Schadstoffe werden benutzt, um den Verbrauchern rundum perfekte Ware zu präsentieren, die jedoch unter Umständen gesundheitsschädlich sein kann. Wir als Verbraucher sollten wieder an unsere Gesundheit denken und das preisliche Denken eher außer Acht lassen. Wir sollten uns insgesamt mehr Bio-Produkte aus der Region gönnen und auch bereit sein, für Qualität etwas mehr auszugeben.





